Istanbul ist seit Tausenden von Jahren allein schon wegen seiner einmaligen geografischen Lage sehr verlockend für viele Eroberungsvölker gewesen. Diese Stadt liegt auf zwei Kontinenten, Asien und Europa, die durch den Bosporus-Kanal voneinander getrennt sind. Das Aufeinandertreffen verschiedener Völker ob aus Kriegs- oder Handelsgründen hat das Bild der Stadt nachhaltig geprägt.
Istanbul ist keine Stadt, die sich einem in kürzester Zeit offenbart, sie ist geheimnisvoll und birgt so viele Schätze in sich, dass es Jahre braucht um ihre ganze Schönheit kennenzulernen. Für einen, der zum ersten Mal in europäische Kulturhauptstadt 2010 reist, lohnt es sich die größten und die ältesten Bauwerke der Stadt zu besichtigen.
Hagia Sophia
Dieses Bauwerk ist ein unanfechtbares Wahrzeichen von Istanbul. Hagia Sophia wurde in der Spätantike errichtet und gilt als ihr letztes großes Bauwerk. Sie war zur Anfang eine christliche Kirche, die Christen aus aller Welt an sich zog. Nach der Osmanischen Eroberung wurde sie in eine Moschee umgewandelt und bietet jetzt als Museum einen imposanten Anblick auf die Verschmelzung der Kulturen und Religionen.
Topkapi Palast
Mit der Okkupation im 15 Jhd. n. Chr., von damals noch Konstantinopel, begann man auf Geheiß des Sultans Mehmed II mit dem Bau des Palastes. Er wählte für seine Residenz, strategisch gesehen, den besten Platz, denn von der Landspitze konnte es seine Stadt, den Bosporus und den Goldenen Horn überblicken.
Der Palast erstreckt sich über 60 Hektar und besteht aus mehreren Gebäuden, die sich in vier Höfen befinden. Gemäß der orientalischen Tradition wurde noch ein großer Garten angelegt. Seit der Vollendung des Palastes diente er bis ins 19 Jahrhundert als Residenz allen Sultanen, und als Verwaltungszentrum des Reiches.
Im Jahr 1923 gestaltete man Topkapi-Palast in einen Museum um, wo die Touristen heute sich ein Bild über das tägliche Leben des Sultans und seiner Gefolgschaft machen können.
Das Hippodrom
Wie es sich für jede antike Hauptstadt gehörte, errichteten die Byzantiner für ihre Hauptstadt, Byzanz, auch einen Hippodrom. Das Pferderennen zählte zu großen sozialen Ereignissen der Stadt, denn da tummelten sich Menschen aus aller Schichten der Gesellschaft. Viele römische Kaiser drückten dem Hippodrom ihren Stempel auf, wie z.B. der Kaiser Theodosius I. Er ließ in der Mitte der Rennbahn einen ägyptischen Obelisken, aus der Zeit des Neuen Reiches, aufstellen. Auch ein deutscher Kaiser hinterließ hier einen Denkmal, den Kaiser-Wilhelm-Brunnen, der aus architektonischer Sicht der Hagia Sophia nachempfunden ist. Heute ist das Hippodrom an sich durch den Sultanahmet-Platz größtenteils überbaut, doch einige antike Elemente lassen sich dennoch erkennen.
Cisterna-Basilica
Der unterirdische antike Wasserspeicher wurde im 6. Jhd. n. Chr. unter Kaiser Justinian erbaut. Er ist 138 Meter lang und 65 Meter breit und es können darin 80.000 Kubikmeter Trinkwasser aufbewahrt werden. Das Gewölbe der Zisterne tragen 8 Meter hohe Säulen und usurpierte Kapitelle. Über diesen Wasserspeicher baute man eine Basilika, daher der Name des Bauwerks.
Es gibt noch unzählige sehenswerte Denkmäler, Istanbul beherbergt alleine schon 700 Moscheen. Wer nicht nur geschichtliche Seite der Stadt kennenlernen möchte und in Kontakt mit einheimischen treten möchte sollte Bazare, Kapali Çarși und Misir Çarșisi, besuchen. Im ersten werden so etwas wie Antiquitäten, Keramik, Schmuck, Gewänder zum Kauf angeboten und am ägyptischen Bazar, dem zweiten, werden Gewürze , Gemüse, Obst und Tiere verkauft.
Istanbul ist keine Stadt „einer“ Sehenswürdigkeit, wenn man sich verläuft, dann lernt man noch ganz andere Seiten der Stadt als nur die Standarddenkmäler. Das pulsierende Nachtleben Istanbuls zieht jeden Partysüchtigen in seinen Bahn. Sie können hier eine Unterkunft in Istanbul finden.
Bildquelle: Flickr CC Lizenz

Tags: